
ROTTERDAM, NL - (HealthTech Wire /News) - Das Maasstad Krankenhaus in Rotterdam ist ein ambitioniertes und zukunftsorientiertes Gesundheitszentrum, das innovative Wege in Behandlung und Pflege von Patienten geht. Und mehr noch als viele andere Krankenhäuser setzt das Maasstad auf Technologie. Dank der Partnerschaft zwischen VISUS und Alphatron, einem niederländischen Anbieter von systemintegrierten Lösungen, profitiert es von technologischen Neuerungen, die ein wichtiges ökologisches Ziel in greifbare Nähe rücken: das papierlose Krankenhaus.
Mit den Unmengen an hochmodernen Geräten und neuen Technologien, die in den letzten Jahren Einzug in die Krankenhäuser gehalten haben, sind die Papierberge deutlich geschrumpft. Heute werden Berichte und Bilder auf dem Bildschirm aufgerufen, wo immer sie gebraucht werden, und der Informationsaustausch erfolgt digital. Viele Krankenhäuser kommen dem ersehnten Ziel des papierlosen Umfelds schon ziemlich nahe, aber wenige Institutionen sind dabei so erfolgreich wie das Maasstad Krankenhaus in Süd-Rotterdam in den Niederlanden.
„Kein Papier mehr!“
Dieser Erfolg wäre ohne die Unterstützung und den innovativen Support durch die JiveX PACS II Lösung wohl kaum möglich gewesen. Geliefert wurde das PACS II von Alphatron, einem niederländischen Anbieter systemintegrierter Lösungen, der schon seit 2005 eng mit VISUS zusammenarbeitet. Die Lösung wurde im gesamten Krankenhaus installiert, das heißt, sie steht für Bilder aus allen Abteilungen zur Verfügung, unter anderem Chirurgie, Intensivstation, Kardiologie und Labore. Die Radiologie war bereits entsprechend ausgerüstet. Das Maasstad hat mehr als 600 Betten und ist in 26 Abteilungen untergliedert, die nun alle auf das JiveX PACS II zugreifen können.
Alle Daten von Ärzten, seien es Berichte oder Bilder, werden digitalisiert und fließen in das JiveX PACS II System, erklärt Maurice Rijnen, Teamleiter Interner Desktop Support & Service Desk sowie Teamleiter Technische Anwendungen und Datenbankmanagement in der IKT-Abteilung des Krankenhauses. „Das heißt: kein Papier mehr!“, so Rijnen. „Wir sind komplett digital. Natürlich findet man noch Papier – es gibt immer Leute, die sich gern ihre E-Mail ausdrucken. Aber vom Ansatz her können wir alles ohne Papier.“ Damit ist nicht nur ein technologischer Meilenstein erreicht, sondern auch die Öko-Bilanz wird erheblich verbessert, denn der gesunkene Papierverbrauch nutzt der Umwelt und steigert die Nachhaltigkeit. 1,3 Millionen Bilder im weit verbreiteten DICOM-Standard werden laut Rijnen derzeit in JiveX verwaltet.
Volle Ausschöpfung vom Potenzial der Technologieinvestitionen
Maasstad ging es bei der Zusammenarbeit mit Alphatron, JiveX und VISUS natürlich auch darum, das Potenzial der Technologieinvestitionen voll auszuschöpfen. Daher wurde zum Beispiel die Baumstruktur umgesetzt, die die drei grundlegenden Elemente Dokumente, Untersuchungen und Archiv umfasst. Darunter liegen einfach identifizierbare und zugängliche Strukturen, in denen alle Dokumente und Bilder abgelegt sind, und die es den Ärzten ermöglichen, jedes Bild zu finden und aufzurufen, ganz gleich, wo sie sich im Maasstad befinden, das ein großes Allgemeinkrankenhaus mit einer sehr vielschichten Patientenpopulation ist.
In den vielen Abteilungen und Stationen, die allgemeinmedizinische, aber auch fast alle Fachdisziplinen abdecken, werden pro Jahr etwa 400.000 Patienten behandelt. So verfügt das Maasstad über ein Verbrennungszentrum, ein Dialysezentrum, eine Herzzentrum und ein Zentrum für die Behandlung von HIV/AIDS. Darüber hinaus ist das Krankenhaus mit einer Intensivstation ausgestattet und bietet Perinatalversorgung und IVF. Das Krankenhaus hat drei getrennte technische Systeme: Im Krankenhausinformationssystem (KIS) werden alle schriftlichen Informationen aufbewahrt; ein PACS in der Radiologie für Bilder und Berichte sowie das JiveX PACS II für alle anderen Abteilungen
Der Nutzer kann auch über das KIS auf das JiveX PACS II und somit auf alle Bilddaten (außer Radiologiedaten) zugreifen. Ein beeindruckender Vorteil des JiveX ist die Tatsache, dass das System alle Modalitäten verbindet und problemlos mit anderen Systemen, auch denen anderer Hersteller, kommuniziert.
Offener Zugang zum PACS
Wie in jedem Krankenhaus – und im Grunde jedem Unternehmen – gibt es auch im Maasstad Standardverfahren, die den Datenzugang definieren. Diese Protokolle wurden zwischen der Abteilung Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und dem leitenden medizinischen Gremium erarbeitet. Wie Rijnen erläutert, sind der klinische Bereich und „einige andere vertraulichen Bereiche nur für Mitarbeiter mit den besonderen Rechten zugänglich, aber von diesen Spezialfällen abgesehen haben wir eine recht offene Zugangsregelung für das PACS. Jeder Nutzer hat ein Log-in und es gibt ein Programm, das jede Nutzung des Systems transparent verfolgt.“ Schon bald nachdem die Entwicklung der Baumstruktur und die Nutzerschulungen abgeschlossen waren, wurde sichtbar, wie JiveX System das Krankenhaus immer mehr in Richtung papierloses Umfeld „drängt“.
Maasstad hat das JiveX PACS Ende 2009 implementiert und ist seit Mai 2011 komplett digital. Die Anzahl der Bilder, die in JiveX abgelegt werden, steigt täglich – ein weiterer Beleg, dass das System hervorragend angenommen wird und den Nutzern offensichtlich die Arbeit erleichtert. Dieser Ansicht ist auch Rijnen: „Wir speichern heute jeden Tag 4.000 bis 5.000 neue Bilder im System. Darüber hinaus ist unser EKG-Managementsystem, das die Kardiologen nutzen, mit JiveX verbunden.“ Als nächstes wird das Krankenhaus sein Radiologie-PACS modernisieren, damit der Zugang und Aufruf von Bildern sowie die Archivierung von älterem Material schneller geht. Fünf Anbieter sind derzeit für das neue PACS im Rennen.
Der Austausch von Bildern – eine echte Herausforderung
Ein Bereich, der dem Team des Maasstad Krankenhauses besonders am Herzen liegt, ist der Austausch von Bildern über die eigenen Einrichtungsgrenzen hinweg. Hier gilt es noch einiges zu verbessern, aber die Optionen sind beschränkt: Der Austausch funktioniert entweder über das Internet, sei es mit Zugangsbeschränkung oder mit Verschlüsselung der Dateien, oder über den fast schon steinzeitlich anmutenden Weg, die Bilder auf CD zu brennen und diese dann zu verschicken – und dabei das Risiko des Datenverlustes einzugehen.
Ein weiterer Datenschutzaspekt, der außerhalb der Kontrolle des Krankenhauses liegt und völlig unabhängig von technologischem Fortschritt ist, sind die regulatorischen Vorgaben in den Niederlanden, die den Austausch von Bildern unter Krankenhäusern einschränken. „Das ist ein großes Thema“, so Rijnen. „Derzeit muss der Patient sagen, ob das Krankenhaus seine Bilder an externe Empfänger allgemein, nur an bestimmte externe Ärzte oder nur innerhalb des Krankenhauses weitergeben darf. Also muss ich mich fragen, wie ich ein System so gestalten kann, dass es ′weiß′, welche Bilder an alle gehen können und welche nur an bestimmte Personen und welche komplett tabu sind.“ Derzeit wird Datenschutz im gesamten niederländischen Gesundheitswesen diskutiert. Maßnahmen, mit denen die Hindernisse zum Wohle der Patienten und der Arbeit der Klinker überwunden werden sollen, wurden bereits ergriffen. Sobald hier volle Rechtssicherheit herrscht, wird das Maasstad in der Lage sein, das Bildaustauschpotenzial von JiveX voll auszuschöpfen.
Innovationsführer
Das Maasstad ist ein ambitioniertes und zukunftsorientiertes Krankenhaus mit einer hoch modernen technischen Ausstattung. Sein Ziel ist klar formuliert: Es will eines der führenden Gesundheitszentren der Niederladen werden. Um das zu erreichen, fährt das Management eine dreigleisige Strategie: beste medizinische und pflegerische Versorgung, neueste Technologie und Fokus auf den Patienten – den Kunden. Dazu ist Maasstad im wörtlichen Sinne gut positioniert, denn am Standort befindet sich über das klassische Krankenhaus hinaus auch der sogenannte Versorgungsboulevard mit verschiedensten Gesundheitseinrichtungen auf einer Fläche von 48.000 qm, von einem psychiatrischen Zentrum über diverse Rehabilitationseinrichtungen bis zu einem allgemeinärztlichen Notdienst und einem Geburtshotel. Aber schon heute stellt das Maasstad mit seinem quasi papierlosen Umfeld seine Vorreiterrolle in Innovation und Technologie tagtäglich unter Beweis. Zusammen mit den Partnern VISUS und Alphatron konnte das JiveX PACS II System in einem Krankenhaus implementiert werden, das mit Kreativität und Entschlossenheit seine Vision verfolgt: beste medizinische Versorgung auf hohem technologischen Niveau und mit einer blitzsauberen Öko-Bilanz.
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Quelle: HealthTech Wire



