MRT-Kontrastmittel: Schwere Nebenwirkungen bei Gadolinium sind selten
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24.02.2010
MRT-Kontrastmittel: Schwere Nebenwirkungen bei Gadolinium sind selten

[Boston, USA / Medizin] - Radiologen vom Massachusetts General Hospital berichten in einer in der Februar-Ausgabe des American Journal of Roentgenology publizierten Studie über eine Inzidenz von akuten unerwünschten Wirkungen des MRT-Kontrastmittels Gadolinium von unter 0,2%. In die Auswertung gingen über 32000 Untersuchungen mit zwei unterschiedlichen Gadolinium-Präparaten ein.

Der weitaus größte Teil der insgesamt 51 Patienten mit Kontrastmittelreaktionen hatte eine milde Symptomatik. 12 Prozent der Betroffenen wurden allerdings kurzzeitig in der Rettungsstelle behandelt, wobei alle bis auf einen das Krankenhaus am selben Tag wieder verlassen konnten. Die einzigen beiden als schwer klassifizieren Kontrastmittelreaktionen traten bei Einsatz von Gadobenat Dimeglumin (insgesamt 4703 Applikationen) auf. Bei Gadopentetat Dimeglumin (27956 Applikationen) gab es keine als schwer klassifizierten Reaktionen.

Studienleiter Hani Abujudeh betonte, dass neben retrospektiven Daten, wie in der vorliegenden Studie, auch mehr prospektive Daten zu Gadolinium-assoziierten Ereignissen nötig seien. Insbesondere das sehr seltene, aber problematische Auftreten einer nephrogenen systemischen Fibrose müsse noch genauer untersucht werden. [pp] [Photo: RADIOLOGISCHES INSTITUT DR. ARTMANN GMBH]

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