Medizinstudenten: Ran an die Röntgenbilder!
06.06.2012
Medizinstudenten: Ran an die Röntgenbilder!

[Málaga, ES / Medizin] -  Macht es Sinn, Medizinstudenten schon relativ früh im Studium mit radiologischen Aufnahmen zu konfrontieren? Eine spanische Studie hat das jetzt untersucht. Die Antwort: Ja!

Die im European Journal of Radiology online vorveröffentlichte Arbeit der spanischen Radiologen hat Medizinstudenten im dritten und im sechsten Studienjahr verglichen, die nach unterschiedlichen Curricula studierten. Das eine Curriculum setzt die klinische und damit auch die radiologische Ausbildung nach traditionellem Schema ans Ende. Das andere, problemorientierte Curriculum rückt die Klinik und damit auch die radiologischen Bilder nach vorne.

Die Studenten wurden mit 12 radiologischen Aufnahmen konfrontiert und mussten dazu 60 Fragen beantworten. Gefragt wurde jeweils vor und nach einem im jeweiligen Jahr im Lehrplan vorgesehenen radiologischen Kurs. Die Auswertung zeigte, dass beide Gruppen gleich gut abschnitten. Das umfangreichere Vorwissen der Studenten in hohen Semestern hatte also keinen Einfluss auf die Fähigkeit, radiologische Bilder zu beurteilen.

In beiden Gruppen hatte das spezifische radiologische Training erwartungsgemäß einen deutlichen Einfluss auf die Fähigkeit, die Bilder korrekt zu beurteilen. Die Autoren empfehlen deswegen, Studenten generell möglichst früh an die Radiologie heranzuführen. [pp]

[Weiterführende Inhalte]

European Journal of Radiology:  „Medical students′ skills in image interpretation before and after training: A comparison between 3rd-year and 6th-year students from two different medical curricula“ 

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